Pinsa: Warum der Pizza-Rivale Ihrem Lokal Umsatz bringt

Hohe Hydration, vorgebackene Böden in 90 Sekunden und bessere Margen: was Pinsa Ihrer Küche bringt
10. Juni 2026 durch
Pinsa: Warum der Pizza-Rivale Ihrem Lokal Umsatz bringt
LAPA - finest italian food GmbH, Paul Teodorescu

Zuletzt aktualisiert: 10. Juni 2026

Die Pinsa Romana ist ein ovales Fladenbrot aus einem hochhydrierten Teig (rund 80% Wasser) aus Weizen-, Reis- und Sojamehl mit Sauerteig, der 24 bis 72 Stunden reift. Das Ergebnis ist leichter, aussen knuspriger und innen luftiger als klassische Pizza — und mit vorgebackenen Böden serviert jede Küche sie in rund 90 Sekunden.

Was ist Pinsa Romana?

Der Name kommt vom lateinischen pinsere, "drücken und ausziehen": Der Teig wird von Hand in die typische ovale Form gedrückt. Das moderne Rezept wurde 2001 in Rom vom Müller Corrado Di Marco kodifiziert, der Weizenmehl mit Reismehl (bindet Wasser und sorgt für Knusprigkeit) und Sojamehl (gibt Struktur) kombinierte. Dank der langen kalten Teigführung und der sehr geringen Menge an Hefe und Fett gilt Pinsa als deutlich bekömmlicher als traditionelle Pizza — einer der Hauptgründe, warum sie von den römischen Pinserie auf Speisekarten in ganz Europa gelangt ist, auch in immer mehr Schweizer Restaurants.

Was ist der Unterschied zwischen Pinsa und Pizza?

Pizza und Pinsa sind Cousinen, keine Zwillinge. Klassischer Pizzateig besteht nur aus Weizenmehl mit einer Hydration von etwa 55–65%; Pinsateig erreicht rund 80% Wasser und vereint drei Mehlsorten. Pizzateig ruht in der Regel 8–24 Stunden, Pinsa 24–72. Die Form ist rund gegen oval, der Biss weich gegen knusprig-luftig. Hier der Vergleich auf einen Blick:

KriteriumPinsa RomanaKlassische Pizza
Hydration~80% Wasser~55–65% Wasser
MehleWeizen + Reis + Soja, SauerteigNur Weizen (meist Typ 00)
Fermentation & digestibility24–72 h kalt, sehr leicht8–24 h, gehaltvoller und dichter
Zeit mit vorgebackenem Boden~90 Sekunden im OfenMehrere Minuten + Teigmanagement
Benötigte AusstattungJeder Ofen, keine KnetmaschinePizzaofen, Knetmaschine, ausgebildeter Pizzaiolo

Warum lohnt sich Pinsa für Restaurants?

Das Geschäftsargument ist der vorgebackene Boden. Ein professioneller Pinsa-Boden wiegt 230–250 g, hält sich gekühlt und braucht nur Belag und rund 90 Sekunden im heissen Ofen — keine Knetmaschine, keine 72-Stunden-Teigplanung, kein spezialisierter Pizzaiolo auf der Lohnliste. Das heisst: Eine Bar, ein Bistro oder eine Hotelküche ohne Pizzastation kann über Nacht ein italienisches Gericht mit hohem wahrgenommenem Wert auf die Karte setzen. Der Wareneinsatz bleibt kalkulierbar, weil jeder Boden identisch ist und null Teigabfall entsteht; der Verkaufspreis einer belegten Gourmet-Pinsa liegt problemlos auf Pizza-Niveau, die Marge pro Teller ist entsprechend stark. Für Pizzerien ist Pinsa eine Kartenerweiterung, die genau jene Gäste gewinnt, die sagen: "Pizza ist mir am Abend zu schwer."

Wie belegt man eine Pinsa?

Pinsa liebt Beläge, die nach dem Backen aufgelegt werden, damit frische Zutaten ihren Charakter behalten. Drei Kombinationen, die überall funktionieren: Stracciatella, Mortadella mit Pistazien und Zitronenzeste — der cremig-würzige Klassiker der römischen Pinserie; Fiordilatte, Salsiccia und Friarielli (neapolitanisches Stängelkohl-Gemüse) für ein süditalienisches, herzhaftes Profil; und Tomate, Fiordilatte und Basilikum für Gäste, die das vertraute Margherita-Gefühl auf leichterem Boden wollen. Da der Boden bereits gebacken ist, kommen kalte Beläge am Pass darauf: vom Teller zum Tisch in unter zwei Minuten.

Häufige Fragen

Ist Pinsa gesünder als Pizza?

Sie ist leichter: Die hohe Hydration und die 24–72-stündige Teigführung bauen mehr Stärke ab, und der Teig enthält sehr wenig Fett. Die Kalorien pro Portion liegen meist unter einer vergleichbaren Pizza — der Belag entscheidet aber über die Endbilanz.

Ist Pinsa glutenfrei?

Nein. Die Mehlmischung enthält Weizen, klassische Pinsa hat also Gluten. Reis- und Sojamehl verändern Textur und Bekömmlichkeit, nicht den Glutengehalt. Glutenfreie Varianten gibt es als separate Produkte.

Wie bereitet man einen vorgebackenen Pinsa-Boden zu?

Boden belegen und im heissen Ofen (rund 250 °C) etwa 90 Sekunden bis 3 Minuten fertig backen, bis der Rand goldbraun und knusprig ist. Empfindliche Zutaten wie Stracciatella oder Mortadella erst nach dem Backen auflegen. Kein Gehenlassen, kein Ausziehen, keine Knetmaschine.

Wo kann ich in der Schweiz professionelle Pinsa-Böden kaufen?

LAPA führt mehrere professionelle Pinsa-Böden am Lager (230–250 g, ovales Format) plus die klassischen Beläge — Stracciatella, Fiordilatte, Mortadella mit Pistazien — und liefert gekühlt in die ganze Schweiz, ohne Mindestbestellung.

Braucht Pinsa einen speziellen Ofen?

Nein. Ein vorgebackener Boden wird in einem normalen Umluft- oder Etagenofen perfekt fertig. Genau deshalb funktioniert Pinsa in Bars, Bistros und Hotelküchen, die nie eine Pizzastation betreiben könnten.

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